Mantel Emma – Mal wieder was gelernt

Bei SO-Pattern gibt es einen neuen Mantel, Emma.

So lautet die Beschreibung des Schnittmusters: Ein taillierter Mantel mit Teilungsnähten, Eingrifftaschen und einem Riegel im Rückenteil. Der ausgestellte Saum des Wintermantels sorgt für Schwung im Alltag, die Teilungsnähte für Taille und einen guten Sitz, die zweigeteilten Ärmel machen eine gute Form und sind bequem.

Mantel EMMA kann mit oder ohne Futter genäht werden.

Zuerst fand ich es ohne Kragen nicht so recht den Renner. Ich wollte mir selber noch einen hinbasteln. Bis ich das erste Beispiel gesehen habe.

Ich wollte keine zu dicken Mantel haben. Deswegen habe ich einen Stoff aus meinem Fundus genommen. Den hatte ich mal im Überraschungspaket von Aktivstoffe.

Es ist so ein Velour / Alcantara Typ, vermutlich Polyester. Aber schön weich und lockerer Fall. Und dummerweise querstretch. Das war hier wohl nicht so gut.

An sich ist der Mantel gar nicht so aufwändig zum nähen. Sind halt nur viele Schnittteile. Da hab ich mir das Versäubern gespart, da er komplett gefüttert ist.

Zum Mantel gibt es auch ein Fototuorial. Da die Anleitung eher kurz gehalten ist. Ich bin mit ihr trotzdem gut zurecht gekommen, nur für die Futterbefestigung musste ich darauf zurückgreifen.

Denn in der Ärmelöffnung werden Aussenstoff und Futter über Futterstreifen miteinander verbunden. Und das hab ich bisher noch nie gemacht.

Bei den Ärmeln geht das Futter nicht bis an den Rand, dh das erste Stück innen ist noch vom Aussenstoff. Das schaut einfach schöner aus. Genau das gleiche beim Halsausschnitt. Auch da ist der erste Teil aus Aussenstoff, damit das Futter nicht rausblitzt.

Im Oberteil habe ich 4 cm rausgenommen. Die Länge ist Original geblieben, da ich einen etwas längeren haben wollte.

Das hat nun zu meinem ersten Problem geführt. Wohl auch in Kombination mit der genähten Größe S.

Das mittlere Schnittteil ist nicht sehr breit und die Tasche würde genau bis zur Mitte gehen. Nun kam es aber so, dass bei mir ein Knopf genau in der Mitte der Tasche sitzt. Wie ich sie plaziert habe hatte ich das dummerweise nicht im Hinterkopf, dass das zu einem Problem werden könnte.

Da ich  jeden Fall wollte, dass eine gute Überdeckung vorhanden ist habe ich die Knopflöcher 2 cm vom Rand gestartet. Mein Knopf ist 24 mm breit, dh dass nun bis 4,5 cm von Rand eine Blockade da war. Auf der Knopfseite ist es nicht ganz so schlimm, da sind es nur 1,5 cm. Und auch nur ein kleiner Punkt.

Das hat nun dazu geführt, dass sich die Taschen gebauscht haben. Gemerkt hab ich es aber erst wie ich die erste Anprobe mit Knopflöchern gemacht habe. Und da war es schon zu spät, um noch die Position zu korrigieren. Das hat so ausgeschaut:

Folgendes hab ich nun gemacht, um es doch noch hinzubekommen: Die Tasche auf der Knopf um 2 cm verschmälert und die auf der Knopflochseite im oberen Bereich auch um 2 cm und sobald man sich der Tasche nähert um 5 cm.  Auf der Seite ist die Tasche nunmehr eher Deko als Tasche.

Das war dann schon besser, ist aber immer noch aufgestanden. Dann hatte ich noch den Tip, die Kanten der Tasche mit Einlage zu verstärken. Das war dann schon mal viel besser. Leicht aufgestanden sind sie aber immer noch. Also hab ich ganz zum Schluss an der Öffnung die Futterseite mit Saumband festgeklebt. Nun passt es so dass ich damit leben kann. Etwas steht sie immer noch offen.

Mein zweites Problem: Die Blende der vorderen Mitte wird auch mit dem Aussenstoff genäht. Allerdings wird sie mit Viseline verstärkt. Ich hab halt eine genommen, die ich zu Hause hatte, keine Ahnung was es genau für eine war. Der Stoff ist dort nun deutlich stabiler wie ohne.

Den Übergang von Blende zu Seitenteil hab ich dreimal mit der Hand genäht, es hat einfach xxx ausgeschaut. Es entstand so eine komische Welle/ Beule. Der Oberstoff ist ganz locker und die Blende innen fest. Jetzt schoppert es sich leicht.

Zuerst wollte ich die Viseline wieder raustrennen. Dummerweise hatte ich die aber mit Nahtzugabe zugeschnitten und deswegen komplett eingenäht. Das fiel nun weg. Dann hab ich probiert, den OBerstoff im unteren Teil mit Saumband etwas nach oben zu ziehen. Das hat dann noch doofer ausgeschaut.

So wie es hier gerade auf der rechten Seite ist, nur noch viel stärker.

Meine letzte Lösung war dann in die unteren 15 cm im Seitenteil auch Viseline reinzubügeln. Das hat noch am besten geholfen.  Das ist der Zustand, wie es ihr nun auf den Fotos seht. Ist halt (er)tragbar, besser könnte es auf jeden Fall sein.

Auf dem Foto hier sieht man auch ganz gut, dass ich die Überlappung doch recht grosszügig gemacht habe. Rechts wirkt um einiges kleiner wie links.

Das find ich etwas schade, denn an sich passt er richtig gut. Also werde ich ihn auch mit den leichten Mängeln tragen.

Und in Zukunft besser drauf achten, was ich mit den Knopflöchern mache und wie sich wohl die Viseline auf dem Stoff verhalten könnte.

   RUMs

 

 

 

 

 

3 Kommentare


  1. ich finde, der Mantel sieht super aus und die genannten Problemstellen fallen kaum auf.
    aber ich weiß ja wie das ist, man SELBST weiß darum und das nervt, auch wenn es (vermutlich) niemand anderem auffallen würde…

    schade nur, dass er keinen Kragen hat, das fehlt mir ein wenig.

    LG
    sjoe

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  2. da war das Nähen ja ein richtiges Abenteuer. Aber gut, dass du nicht aufgegeben hast.
    lg,
    molli

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