Pullunder Berta die Fledermaus von So-Pattern

Endlich wieder Memademittwoch.

Und endlich mal wieder Zeit bzw eher Muße zum Nähen gehabt. Denn dank Corona hätte ich Zeit genug, aber irgendwie keine Lust.

Bei So-Pattern habe ich vor kurzem den Pullunder Berta entdeckt. Der hat mich gleich angelacht, so dass ich mich doch mal wieder an die Nähmaschine gesetzt habe.  Pullunder sind eine der wenigen Kleidungsstücke, die bislang so gut wie gar nicht in meinem Schrank vertreten sind. Bislang ruhte da nur ein gestrickter.

Das hat sich nun geändert. Denn bei dem Schnittmuster fand ich die „Ärmel“ Gestaltung so interessant. Denn aus meiner Sicht sind es gar keine richtigen Ärmel sondern Fledermäuse mit Löchern drin. Wird in einer Art und Weise gearbeitet, die ich bislang noch nicht kannte.

Als Stoff habe ich mir einen Baumwollkaschmirstrick aus meinem Vorrat ausgesucht. Sehr kuschelig weich. Ein Manko hat er jedoch, das ich überhaupt nicht mehr im Kopf hatte. Es ist so eine Art Panelstoff.

Glattstrick und Rippstrick wechseln sich alle 50 cm ab.  Hier ist der Übergang ziemlich genau in der Oberkörper Mitte. Das lockere ist der Glattstrick, das engere der Rippstrick.

Das war nicht nur beim Zuschneiden doof. Denn der Rippstrickteil hat sich zusammengezogen während der Glattstrick auf die gesamte Breite „flach“ lag.

Und genäht ist der Rippstrick dann viel viel viel dehnbarer. Deswegen schaut mein Halsauschnitt nun etwas anders aus wie das Originalschnittmuster.

Als Halsbündchenstoff hatte ich mir den Rippstrick zurechtgeschnitten, eh schon um 5 cm kürzer als vom Schnittmuster her vorgesehen. Tja, das hat nicht viel geholfen. Wie der Halsabschluss dran war, hing mir der Ausschnitt über die Schultern.

Ging gar nicht. Nachdem ich mir den hauptsächlich dafür genäht habe, um ihn über enge Langarmshirts zu ziehen, die oben oft auch weiter ausgeschnitten sind und ich deswegen am Hals es schon warm haben möchte, musste es unbedingt enger werden.

Also nochmal abgetrennt und Reste vom Glattstrick zusammensucht. Aber durch das Annähen und Abtrennen war der Hauptstoff so ausgeleiert, dass ich mir was einfallen lassen musste.

Die Lösung die ich gewählt habe, war vorne und hinten über Kellerfalten Weite rauszunehmen. Vorne nach aussen und sehr breit und hinten nach innen und schmäler. Das hat den Vorteil, dass es vorne etwas kaschierender fällt. In Summer waren es dann über 10 cm Umfang die wegkamen. Mit der Weite jetzt bin ich sehr zufrieden.

Hätte ich schon vorher dran gedacht, dass sich der Halsansatz so ausleiern könnte, dann hätte ich vor dem Annähen auf dem Ausschnitt ein undehnbares Nahtband aufnähen. Aber das fiel mir erst ein, wie es schon zu spät war.

Genäht habe ich Berta in Gr. S und Originallänge.  Ich finde, es ist ein cooles Teil geworden. So richtig gut zum Drüberwerfen.

Die Hose die ich auf den Fotos trage ist meine Ginger mit Drehwurmbeinen.

2 Kommentare


  1. Ich habe in diesem Winter auch Pullunder für mich entdeckt. Und deine genähte Version gefällt mir sehr, ein richtig cooles Teil! Von den Zicken des Stoffs beim Nähen ist nichts mehr zu erkennen, du hast den Schnitt perfekt gerettet …
    Liebe Grüße von Doro

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  2. Mit Pullundern fremdel ich ziemlich. Du siehst aber toll aus in deinem edlen Überwurf und strahlst auch so schön.

    Die Steppungder Hosentasche ist genial.

    LG, Heike

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